Therapieangebot:

Was ist Osteopathie ?

Osteopathie ist eine manuelle medizinische Therapie, welche der Alternativmedizin zugeordnet wird. Sie arbeitet jedoch eng mit der Schulmedizin zusammen. Die Osteopathie ist zugleich eine Philosophie, eine Wissenschaft und eine Kunst. Die Philosophie der Osteopathie beinhaltet das Konzept der Einheit von Struktur und Funktion im Körper. Knochen, Muskeln, Bindegewebe, innere Organen und Nervensystem sind durch Kreisläufe miteinander verbunden. So entstehen enge Wechselbeziehungen zwischen dem Bewegungsapparat und den inneren Organen. Beispiel: Wenn ein Mensch chronische Schmerzen in der Schulter hat, kann die Ursache an ganz anderer Stelle liegen, etwa in einer Bewegungseinschränkung der Leber oder in einer Verletzung des Knöchels, die sich über das Bindegewebe auf die Schulter auswirkt.

Daher arbeitet der Osteopath an den Strukturen des Körpers, um ein gutes Funktionieren des Körpers wieder herzustellen. Der Osteopath spürt Verluste von Bewegung und Mobilität in Knochen, Muskeln, Bindegewebe sowie inneren Organen und im Nervensystem und kann daran die Ursachen von Funktions- störungen erkennen und so die richtige Behandlungstechnik auswählen. Als Wissenschaft beruht die Osteopathie auf den traditionellen Erkenntnissen in Physiologie, Chemie, Biologie und ganz besonders auf tiefgehenden Kenntnissen der Anatomie.

In der 5-jährigen Osteopathie- Ausbildung werden diese klassischen Wissensgebiete intensiv studiert. Die Kunst besteht darin, die Ursachen der Funktionsstörungen mit den Händen zu ertasten und damit die für den Patienten richtige Behandlungs- technik auszuwählen.

Geeignete Krankheitsbilder sind vor allem chronische Erkrankungen, weil es hierbei zu einer Verfestigung des Gewebes gekommen ist. Diese Verfestigungen können alle Arten von Geweben betreffen: Knochen, Bindegewebe, Muskulatur, Gefäßwände, Nervengewebe etc. Verhärtungen, Verklebungen, Narben führen zu einer Stoffwechsel- verminderung in einem bestimmten Bereich. Daraus kann eine chronische Erkrankung entstehen. Diese Beschwerden eigenen sich gut für die osteopathische Behandlung. Bei den Krankheitsbildern spielen auch lange zurück liegende Ereignisse wie Unfälle, Verletzungen, Operationen, Geburten eine entscheidende Rolle. Osteopathen erheben eine ausführliche Anamnese, sind in der Palpation des menschlichen Körpers speziell geschult, untersuchen mit einem fein entwickelten Tastsinn die Restriktionen (Einschränkungen) im Gewebe, um so den möglichen Ursachen der Beschwerden auf die Spur zu kommen. Osteopathie ist für alle Altersgruppen vom Baby bis zu Senioren geeignet. Das Behandlungsspektrum der Osteopathie umfasst neben den Beschwerden des Haltungs– und Bewegungsapparates auch Erkrankungen des Bauchraums usw.

Bei Fragen zur Behandlung von verschiedenen Krankheitsbildern können Sie mich gerne telefonisch oder per Email kontaktieren.

Kontraindikationen (Ausschlusskriterien) für eine osteopathische Behandlung sind zum Beispiel akute Verletzungen, Entzün- dungen, Infektionskrankheiten, Tumore.

Jede osteopathische Behandlung beginnt mit einem ausführlichen Gespräch über den Anlass Ihres Besuches und einer genauen Beschreibung der Beschwerden und ihres Verlaufs. Zusätzlich sind Ihre bisherigen Erkrankungen, Verletzungen, Operationen oder auch die Einnahme von Medikamenten relevante Informationen, die für mich als Osteopathin wichtig sind. Diagnostische Befunde (z.B. Röntgen, MRT) vervollständigen das Bild und runden die Anamnese ab.

Im Anschluss an das erste Gespräch erfolgt die körperliche Untersuchung. Diese zielt darauf ab, Bewegungsmuster zu erkennen, Spannungen zu ertasten und Einschränkungen aufzuspüren. Anamnese und körperliche Untersuchung bilden eine Einheit und sind die Basis des therapeutischen Handelns. Die osteopathische Behandlung selbst dauert durchschnittlich 50 Minuten und kann sehr unterschiedlich sein, da diese stets individuell auf Sie abgestimmt wird. Verschiedene Behandlungstechniken wie z.B. sanfter Druck unter Spannung oder ein Dehnen der Aufhängungen werden miteinander kombiniert, um die funktionelle Harmonie des Körpers wieder herzustellen. Jedoch ist ein Behandlungsverlauf stets so individuell, wie ein Mensch einzigartig ist.

Immer mehr gesetzliche Krankenkassen haben die Wirksamkeit der Osteopathie erkannt und erstatten nach Vorlage des ärztlichen Rezeptes und der Rechnung einen Teil der osteopathischen Behandlungen. Informieren Sie sich bei Ihrer Krankenkasse über eine mögliche Kostenbeteiligung bei Osteopathie.